TIPS – Transformation and Innovation in Power Systems – Wandel im dt. Energiesystem

In den letzten Tagen und Wochen wurden erneute Berichte veröffentlicht, nach denen der CO2 Ausstoß nicht wie geplant gebremst wurde, sondern vielmehr weiter steigt. Schuld an diesem Umstand war zum einen die gute Konjunktur und das anhaltende Wirtschaftswachstum in den Staaten Indien, China und Continue reading

TIPS – Transformation and Innovation in Power Systems – Wandel im dt. Energiesystem

In den Medien kann man seit geraumer Zeit einiges über erneuerbare Energien sehen, lesen und hören. Erst Kürzlich ist Deutschlands Aussenminister mit einer Wirtschaftsdelegation in das stark gebeutelte Griechenland gereist, um die Möglichkeiten der Photovoltaikwirtschaft auszuloten, um Strom für Europa produzieren zu lassen.
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TIPS – Transformation and Innovation in Power Systems – Wandel im dt. Energiesystem

logo TIPS projectAnimation TRANSFORMATION AND INNOVATIN IN POWER SYSTEMSDas deutsche Elektrizitätssystem ist in einem tiefgehenden Transformationsprozess begriffen. Treibende Kräfte in diesem Prozess sind die Liberalisierung der Elektrizitätsmärkte, die bevorstehende Notwendigkeit zum Ersatz großer Kraftwerkskapazitäten und die Entwicklung neuer Technologien, wie erneuerbarer Energieträger und dezentraler Erzeugungstechnologien. Das interdisziplinäre Projekt TIPS – Transformation and Innovation in Power Systems – untersucht, wie dieser Wandel nachhaltiger gestaltet werden kann. Zentraler Forschungsgegenstand sind sozio-technische Innovationen als Schlüsselfaktor, der die Richtung der Transformation bestimmt.
TIPS ist ein Projekt im Rahmen der Sozial-Ökologischen Forschung, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  BMBF von 2002 bis 2007.
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ankündigung
“Strom sparen im Haushalt: Mission Impossible?”
Workshop, veranstaltet vom TIPS-Team, Berlin, 27.-28. November 2006
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Publikationen

  • Pehnt, Martin et al. (2006) : Micro Cogeneration. Towards Decentralized Energy Systems. Springer, Heidelberg/Berlin
  • Informationen und Anbieter zu EC Karten.
  • TIPS – Innovationen im Stromsystem. Kurzdarstellung des TIPS-Projekts, in: Offenberger, M. & Zehm, A.: Nachhaltige Ver- und Entsorgung. Impulse aus der sozial-ökologischen Forschung. Hrsg. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn, Berlin 2006
  • Corinna Fischer, Barbara Praetorius (2006): Nachhaltige Transformation des Elektrizitätssystems und Dynamik der Dezentralisierung. in: Bechberger, Mischa; Reiche, Danyel (Eds.): Ökologische Transformation der Energiewirtschaft – Erfolgsbedingungen und Restriktionen. Erich Schmidt Verlag, Berlin
  • Dierk Bauknecht et. al. (2006): Transformation der Stromwirtschaft: Die Rolle der Netze und ihrer Regulierung. in: Bechberger, Mischa; Reiche, Danyel (Eds.): Ökologische Transformation der Energiewirtschaft – Erfolgsbedingungen und Restriktionen Erich Schmidt Verlag, Berlin

Teilprojekte

Das Forschungsprogramm ist interdisziplinär ausgerichtet und betrachtet ökonomische, soziologische, technische, politische und Umweltaspekte. Es umfasst sieben Einzelprojekte und verschiedene gemeinschaftliche Forschungsaktivitäten, gemeinsame Veröffentlichungen, Policy Papers einschließlich eines abschließenden Buches. Als Ergänzung zu einem Top-down-Ansatz räumt das TIPS-Projekt detaillierten gemeinsamen Fallstudien einen wichtigen Platz ein. Alle Forschungsaktivitäten werden nach und nach integriert und in Beziehung zueinander gesetzt. TIPS ist ein prozessorientiertes Forschungsprogramm, d.h. es ist offen für Veränderungen und wird im Zuge von Lernprozessen weiterentwickelt. “Configurations that work”: Innovation, industry and institutions in the electricity system (Barbara Praetorius) Im Fokus des Forschungsvorhabens steht die Wechselbeziehung von Industrie, Institutionen und Innovation im Elektrizitätssektor im Hinblick auf die Chancen und Hemmnisse für technische und verhaltensbezogene Innovationen. Theoretisches und empirisches Erkenntnisinteresse sind die Innovationsdynamik und unternehmerische Innovationsstrategien unter Berücksichtigung von selbstverstärkenden Mechanismen und Unsicherheit sowie dem gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Setting.

Umweltfolgen von Transformationsprozessen im Stromsektor (Martin Pehnt)

Technische Fortschritte im Bereich innovativer Stromerzeugungs- und Kommunikationstechnologien, die Umstrukturierung des Elektrizitätsmarktes, aber auch die Notwendigkeit eines verstärkten Klimaschutzes haben das Interesse an verschiedenen Formen einer stärker dezentral und regenerativ geprägten Energieversorgung steigen lassen. Die ökologische Dimension dieser Transformationsprozesse des Stromsektors steht im Mittelpunkt dieses Teilprojektes. Untersucht wird die Rolle verschiedener Schlüsseltechnologien für eine umweltverträgliche Stromversorgung, das dynamische Verhalten der lebenswegbezogenen Umweltcharakteristika unter bestimmten Rahmenbedingungen sowie die „indirekten“ Umweltwirkungen dieser Transformationsprozesse (z. B. Verhaltensänderungen, Nutzungskonkurrenz mit anderen Sektoren) basierend auf verschiedenen Produktions- und Nachfrageszenarien.

Handlungsmöglichkeiten der Konsumentinnen und Konsumenten für eine nachhaltige Transformation des Elektrizitätssystems (Corinna Fischer)

Das Forschungsprojekt betrachtet die Rolle der Verbraucherinnen und Verbraucher für die Transformation des Elektrizitätssystems. Die derzeitigen Veränderungen betreffen auch die Rolle der Konsument/innen. Die Wahlfreiheit werden durch die Möglichkeit des Versorgerwechsels erhöht. Dezentrale Erzeugungstechnologien in Verbindung mit der Liberalisierung und Förderinstrumenten wie dem Energieeinspeisegesetz könnten es attraktiv machen, in die Eigenstromerzeugung einzusteigen. Es ist jedoch eine offene Frage, inwieweit Verbraucher/innen von diesen neuen Freiheiten Gebrauch machen werden, in welchem Umfang sie Dynamiken im Elektrizitätssystem auslösen können und welche Folgen das für Nachhaltigkeit haben wird.

Evolutionary approaches to the governance of transformation in infrastructure systems (Jan Peter Voß)

Das Vorhaben untersucht den Wandel von politischen Steuerungsmustern mit denen die nachhaltige Gestaltung des Transformationsprozesses im Stromsystem erreicht werden soll. Der empirische Fokus liegt auf dem Stromsystem der Niederlande, Großbritanniens und Deutschlands: Wie verändern sich Governancemuster in Wechselwirkung mit weiteren politischen und sozio-technischen Strukturveränderungen in diesen Ländern? Wie können kontextangepasste Innovationsstrategien für nachhaltige Governanceformen aussehen? Das Vorhaben konzeptionalisiert die Herausforderung der nachhaltigen Gestaltung von Transformationsprozessen als „reflexive Governance“, entwickelt einen evolutorischen Analyserahmen zum Verständnis der Entstehung und des Wandels von Governancemustern und führt empirische Analysen von Governancewandel in mehreren Fallstudien durch.

Transformation der Stromnetze (Dierk Bauknecht )

Das Projekt beschäftigt sich mit der Steuerung der Transformation von Erzeugung, Stromnetz und Marktstrukturen in liberalisierten Elektrizitätsmärkten mit speziellem Fokus auf Stromnetzregulierung. Untersucht werden innovative Ansätze, mit denen eine Integration neuer Technologien und eine koordinierte Transformation befördert werden können. Ein Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die Entwicklung umweltverträglicherer Energiesysteme mehr erfordern als lediglich den Austausch von „schmutzigen“ Kraftwerken durch „weniger schmutzige“ Anlagen. Neue Stromerzeugungstechnologien setzen vielmehr eine Systemveränderung voraus. Während bei der Nachhaltigkeitsdebatte rund um Elektrizitätserzeugung der Fokus oft auf der Erzeugerseite (saubere Anlagen) liegt oder auf der Nachfrageseite (Energieeinsparung), beschäftigt sich diese Studie mit dem Zusammenspiel zwischen Stromerzeugung, Stromnetz und der Ausgestaltung von Wettbewerbsmärkten. Die Fragestellung des Projekts lässt sich wie folgt zusammenfassen: * Steuerung von Transformation im Elektrizitätssektor, * mit einem speziellen Fokus auf liberalisierten Strommärkten, * mit Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel zwischen Kraftwerken, Stromnetz und Ausgestaltung des Marktes, * mit wiederum einem speziellen Fokus auf die Transformation in Richtung Dezentralisierung.

Emissions trading and innovation in the electricity market (Martin Cames)

Informationen folgen in Kürze.

Modellierung sozialer, ökonomischer und ökologischer Effekte von Politikintervention und Innovation im deutschen Elektrizitätssystem (Katja Schumacher)

Dieses Projekt hat das Ziel, wichtige soziale, ökologische und ökonomische Aspekte von Transformationsstrategien abzubilden. Es setzt den Schwerpunkt auf Innovationen und technischem Fortschritt von umweltfreundlichen Energietechnologien und bezieht Erkenntnisse über diese Aspekte in ein energieökonomisches Modell ein. Die genauen Ziele sind i) die Durchführung einer quantitativen Analyse von Innovation, technologischem Wandel und Substitutionsmustern im deutschen Stromsystem, mit Fokus auf erneuerbare Energietechnologien; ii) die Verbesserung der Darstellung des Stromsektors in einem spezifischen energieökonomischen Modell und iii) die Analyse der Wirkung von stromsektorspezifischen Parametern bzgl. Innovationen, technologischem Wandel und Substitutionsmustern auf die Projektion von CO2 Emissionen und Vermeidungskosten in Deutschland unter verschiedenen Politikszenarien. Damit trägt das Projekt zu dem Verständnis bei, wie Innovationen, technologischer Wandel, Politikintervention und Produzentenverhalten die sozialen und ökologischen Dimensionen von ökonomischen Modellen beeinflussen können.

Mikro-KWk – eine nachhaltige Innovation? (Lead: Martin Pehnt)

Die Einführung von Mikro-KWK, d. h. die simultane Produktion von Wärme und Strom in kleinen Aggregaten (beispielsweise Stirling- oder Motor-BHKWs, Brennstoffzellen) für die Versorgung von einzelnen Objekten, ist von steigendem politischen und öffentlichen Interesse und hätte deutliche Auswirkungen auf die Struktur des Stromsystems. Mikro-KWK reduziert gegenüber ungekoppelter Strom- und Wärmeerzeugung Ressourcenverbrauch und Treibhausgase deutlich, trägt i. d. R. zur Versorgungssicherheit bei und ist unter bestimmten Rahmenbedingungen (z. B. kein Nah- oder Fernwärmenetz verfügbar oder möglich) verträglich mit einem an Nachhaltigkeit orientierten Ausbau des Energiesystems. Es könnte unter geeigneten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen bedeutsamen Markt darstellen und für weitere nachgelagerte Innovationen förderlich sein, wie beispielsweise die kommunikationstechnische Vernetzung zum „Virtuellen Kraftwerk“, Haushalts-Energiemanagement-Systeme oder ein verändertes Kundenverhalten. Die formalen institutionellen Rahmenbedingungen für eine Diffusion von Mikro-KWK-Systemen sind in Deutschland vorteilhaft, werden jedoch durch das informelle Setting, beispielsweise das Verhalten einiger Verteilnetzbetreiber, und durch eine Vielzahl kleiner, oftmals bürokratischer Hemmnisse konterkariert. Auch die Betriebswirtschaftlichkeit ist nicht in allen Anwendungsfällen gegeben und hängt von den Besonderheiten der Technologie und des Versorgungsobjektes ab. Daher bedarf es einer integrierten Strategie, die optimale Einsatzfelder für Mikro-KWK identifiziert und die entsprechenden Barrieren beseitigt.

Carbon Capture and Storage (CCS) und die Zukunft der Kohleverstromung in Deutschland (Lead: Corinna Fischer)

Die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) wird seit einiger Zeit als innovative Technologie diskutiert, die näherungsweise ein “Null-Emissions-Kraftwerk” bei fossil befeuerten Kraftwerken möglich macht. Ihr Einsatz könnte die künftige Nutzung von Kohle zur Stromerzeugung mit den Anforderungen des Klimaschutzes kompatibel machen. Der Wissensstand zu den technischen, ökonomischen und auch geologischen Grundlagen von CCS ist allerdings derzeit noch begrenzt. Auch der gesellschaftliche Diskurs zu CCS hat gerade erst begonnen. Die aktuelle Kurzstudie im Rahmen des TIPS-Projekts zielt darauf, das derzeit diffuse Diskussionsfeld zu sortieren und energiepolitische Handlungsoptionen zu ermitteln, die sich durch CCS ergeben. Es stellt sich dabei insbesondere die Frage, in welcher Form die Diskussion um CCS die Koordinaten der politischen Diskussion um die Kohle verändert und sich z.B. neue Koalitionen bilden, und wie das Timing einer nachhaltigkeitsorientierten Energiepolitik mit CCS aussehen könnte.

 

 


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Last Updated: 11.10.2005 15:38:18

TIPS – Transformation and Innovation in Power Systems – Wandel im dt. Energiesystem

Die Energiekosten sind in den letzten Jahren stetig angestiegen. Für viele Haushalte hat dieses ein großes Loch in die Haushaltskasse gerissen und niemand kann jetzt absehen, wohin die Preise noch steigen werden. Daher sollte sich jeder, der den Preisen trotzen möchte, einmal Gedanken dazu machen, wie in den eigenen Vier Wänden diese gesenkt werden können, ohne dabei im Kalten sitzen zu müssen. Continue reading

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Energieeffizient bauen

Energiesparen ist so aktuell wie noch nie. Die Energiepreise kennen zurzeit nur die Richtung nach oben. Jährlich steigen die Preise um mehrere Prozent. Um den immer steigenden Kosten entgegenzuwirken ist es sinnvoll Energie sinnvoll uns sparsam einzusetzen. Bereits durch kleine Handgriffe kann man bares Geld sparen. Plant man von Anfang an aufwendigere Maßnahmen ein, so lassen sie sich auch leicht integrieren. Continue reading